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Aktuell

Was gibt es heute?

Ausgewähltes

Sa 18. 4SpeiseReise
Fr 24. 4Tagung „Politik und Religion“
Di 28. 4Interrel. Führung
Sa 2. 5Studientag „Bild – Religion – Kritik“
Sa 2. 5
Mo 4. 5
So 10. 5
Di 12. 5
So 17. 5
Sa 23. 5
DialogWochen
DialogWochen
DialogWochen
DialogWochen
DialogWochen
DialogWochen

Fit für den Dialog? (Quiz)
Charta des Zusammenlebens

Kirche und Moschee im Stadtzentrum von Beirut / Libanon

Kirche und Moschee im Stadtzentrum von Beirut / Libanon; Titel Programm-Heft

Begegnung von Christen und Muslimen

Willkommen auf der Seite von Brücke-Köprü.

Freiheit gestalten

Den Raum der Freiheit gestalten! Dazu sind die einzelnen Gläubigen und die Religionsgemeinschaften im Rahmen des säkularen Staats heraus gefordert: Verantwortung wahr zu nehmen und gemeinsam mit anderen Akteuren der Zivilgesellschaft Akzente aus ihrer je eigenen Perspektive zu setzen.

Die Öffentlichkeit von Religionsgemeinschaften ist anstößig im doppelten Sinne: für die die Anstoß daran nehmen, weil sie Religion in der Öffentlichkeit nicht sehen wollen; selbst Anstöße gebend sind Gläubige und ihre Vertreter da, wo sie sich einmischen, wo es um konstruktive Mitarbeit an gesellschaftlichen Entwicklungen geht – erst recht in Fragen, die das Selbstverständnis ihrer eigenen Existenz betreffen, oder durch praktisches Engagement für den sozialen Frieden, wie es sich derzeit etwa in ihrer Arbeit für Flüchtlinge zeigt. “Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann…” sagt in diesem Sinne der ehemalige Bundesverfassungsrichter Böckenförde. In diesem Brücke-Programm wollen wir uns schwerpunktmäßig mit der Rolle unserer Religionsgemeinschaften in Staat und Gesellschaft befassen: analysierend und reflektierend, wie etwa bei der Tagung mit Kooperationspartnern im April und ganz praktisch, z.B. wenn es um Arbeit mit Flüchtlingen geht. Brückenmenschen wollen ihren Glauben so leben, dass er Teil der Lösung wichtiger Zukunftsfragen sein kann. Kommen Sie und arbeiten Sie mit uns an diesen für Gegenwart und Zukunft so wichtigen Themen!

Europa und die Religion

Kooperationen im April und Mai

Tagung „Politik und Religion“

Freiheit gestalten - Religiöse Verantwortung für Politik und Öffentlichkeit in der Stadt
Fr 24. – Sa 25. April, Katholische Hochschulgemeinde Nürnberg, Königstr. 64
mehr Handzettel (309 KB)

Studientag „Bild – Religion – Kritik“

Nach Paris und Kopenhagen: Recherchen zu Meinungsfreiheit und Religionen
Sa 2. Mai, haus eckstein, Nürnberg, Burgstr. 1-3
Handzettel (3,3 MB)

Nürnberger Wochen des Christlich-Islamischen Dialogs

2. – 23. Mai mehr Handzettel (2,7 MB)

Brücke-Köprü ausgezeichnet

Projekt des Monats Dezember 2013

Die Internetplattform „Kirche im Aufbruch“ ernennt die SpeiseReise zum Projekt des Monats.
Meldung vom 3. Dezember 2013 auf
ekd.de

Wettbewerb „Bündnis für Demokratie und Toleranz“

Das Brücke-Projekt Sterne–Yιldιzlar: deutsch-türkische Eltern-Kind-Gruppe wurde vom Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz in Berlin in seiner Sitzung am 29.11.2010 als vorbildlich eingestuft und mit einem Preis von 3.000 € ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im 1. Quartal 2011 statt. Weitere Informationen und interessante Projekte gibt es unter buendnis-toleranz.de
Preisverleihungen

Integrationspreis 2010

Über 180 Bewerbungen sind für den Integrationspreis 2010 bei der Geschäftsstelle der Deutschen Islam Konferenz eingegangen. Die Brücke war mit zwei Projekten vertreten: der Charta des Zusammenlebens und den bayernweiten Frauenvernetzungstreffen. Beide Projekte liefern einen wertvollen Beitrag zu einem besseren gesellschaftlichen Miteinander von Muslimen und Nicht-Muslimen, zu mehr gesellschaftlicher Partizipation und zum Abbau von Vorurteilen. Um diese innovativen und vorbildhaften Projekte öffentlich bekannter zu machen und Ihnen und uns die Möglichkeit zur Vernetzung zu geben, präsentieren wir Ihr Projekt ab sofort auf der DIK-Website deutsche-islam-konferenz.de

Auszeichnung 2006

Brücke-Köprü wurde 2006 für ihr bürgerschaftliches Engagement für die Integration von Zuwanderern im Rahmen eines vom Bundesamt für Migration und den Nürnberger Nachrichten durchgeführten Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Jury würdigte die Arbeit der Brücke als 'vorbildlich und nachahmenswert'.

Interkulturellen Preis 2005

Brücke-Köprü erhielt 2005 den interkulturellen Preis der Stadt Nürnberg.

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Brücke im Fernsehen

BR

Frankenschau aktuell
9. Jan 2015, 17:30 Uhr, ab Minute 3:40 (29 Minuten)

Abendschau (Christen und Muslime, Die Nürnberger Brücke)
9. Jan 2015, 18:00 Uhr (2 Minuten)

Themenwoche Toleranz
16. Nov 2014, 16:45 Uhr (1 Minute)

ZDF

Speisereise auf dem Ökumenischen Kirchentag
12. Mai 2010, 23:55 Uhr (4 Minuten)

Medienwerkstatt

Dialog der Religionen
April 2014, youtoube

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Brücke im Radio

Antenne Bayern

Begegnung auf Augenhöhe
Anlass: 50 Jahre Anwerbeabkommen
Quelle: „Guten Morgen Bayern“ am Sonntag (Nov 2011)
Dauer: 1:52 Min

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Brücke im Buch

Wir sind Brückenmenschen

Das Buch über die Menschen (in) der Brücke

30 Christen und Muslime erzählen über ihr Leben und beschreiben ihre Erfahrungen und Erlebnisse im interkulturellen und -religiösen Dialog.
mehr

Brücken bauen

Das Buch über die Arbeit (in) der Brücke

In dem Buch „Brücken bauen“ erfahren Sie nicht nur Interessantes über die Geschichte der Brücke-Köprü, auch unsere Kooperationspartner und unsere Angebote werden vorgestellt. Der „Begegnungsknigge“ enthält einfache aber wichtige Tipps für eine unkomplizierte Begegnung von Christen und Muslimen.
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Fotografie von Heiko Grünwedel

Kunst und interreligiöser Dialog

occurso zeigt „übertreten geboten“
mit Fotografien von Heiko Grünwedel
Katalog

Landkarte des christlich-islamischen Dialogs

Das Projekt PRODIA des KCID, Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs, präsentiert die
Landkarte des christlich-islamischen Dialogs in Deutschland.

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Europa und die Religion

Religion ist öffentlich – das gilt in Deutschland.
Religion ist Privatsache – das gilt in Frankreich.
Oberhaupt von Staat und (anglikanischer) Kirche ist die Königin – in England ist alles wieder mal ganz anders.

Das Verhältnis von Staat und Religion gehört zu einem Kernbereich nationaler Identität. Nicht zuletzt deshalb befasst sich auch der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas seit etwa 15 Jahren mit dem öffentlichen bzw. dem gesellschaftlichen Beitrag von Religion, speziell der Kirchen zur Gestaltung Europas.
Gemeinsam ist allen diesen Ländern die Frage, was das Hinzukommen von größeren neuen Gruppen bedeutet, wie etwa der Muslime.

Die Geschichte des Verhältnisses von Staat und Religion ist in den Ländern Europas sehr verschieden, aber prägend verlaufen: in Deutschland hat sich ein Kooperationsmodell entwickelt, in dem manche ein fast partnerschaftliches Verhältnis von Staat und Kirche sehen. War die Beziehung schon traditionell eng, so erschien es vielen nach der Erfahrung der Nazi-Diktatur ratsam, dass der weltanschaulich neutrale Staat die Kirchen als starkes, unabhängiges aber kooperatives Gegenüber hat. GG Art. 4 geht von positiver Religionsfreiheit aus. D.h., dass sich die Religionsgemeinschaften als Teil der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft öffentlich artikulieren dürfen, ja sollen. “Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann….” sagt in diesem Sinne der ehem. Bundesverfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde.
Müssen also z.B. islamische Verbände – ebenso wie die Kirchen – den Status einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts erhalten, um in Rundfunkräten präsent zu sein, und entsprechende Förderungen der Wohlfahrts- und Jugendarbeit zu erhalten? Um diese Frage geht es derzeit in den Bundesländern und teilweise ist sie bereits entschieden: so ist die Ahmadiyya in Hessen die erste islamische Gruppe, die diesen Status erhalten hat.

Frankreich versteht sich seit 1905 als laizistischer Staat. Ziel der strikten Trennung von Staat und Religion war es, den historischen Einfluss der Kirche v.a. im Bildungssystem zu brechen, und dadurch den freiheitlichen Idealen der Aufklärung und der Französischen Revolution zum endgültigen Durchbruch zu verhelfen.
Die strikte Trennung läßt sich in der Praxis aber nicht konsequent durch halten: 2003 wurde mit Unterstützung des Innenministeriums der “Französische Rat für den muslimischen Kult” gegründet, obwohl diese staatliche Mitwirkung französischem Selbstverständnis eigentlich zuwider läuft.
Nicht nur im politischen Interesse werden hier alte “Dogmen” aufgeweicht: auch in Fragen der kulturellen Bildung sieht man in Frankreich immer deutlicher, dass man nicht umhin kommt, sich im Bildungssystem mit religiösen Selbstverständnissen zu befassen.

Auch wenn die anglikanische Kirche in England Staatskirche ist: die eher kommunitaristisch geprägte Religionspolitik ist dort wohl die liberalste von den drei Ländern, was bereits am Flughafen deutlich wird, wenn der Zollbeamte am Flughafen durch seinen Turban als Sikh und die Polizistin auf der Straße durch ihr Kopftuch als Muslimin zu erkennen ist. Nicht zuletzt die problematischen Verhältnisse in islamischen Privatschulen in England werfen derzeit die Frage auf, wie weit Religionsfreiheit gehen darf.

Wenn der Philosoph Habermas nach einer europäischen Identität fragt, dann spielt dabei die Religion eine wichtige Rolle. Er nimmt die Heterogenität ernst, die Europa durch die sehr verschiedenen Prägungen seiner Länder hat. Ihm geht es nicht darum, einzelne nationale Kulturen zu assimilieren oder sie isoliert nebeneinander stehen zu lassen. Es geht darum, die nationalen Identitäten aufzustocken, sie um eine europäische Dimension zu erweitern und gleichzeitig eine Anerkennung von Differenz zu gewährleisten. Was heißt das etwa für Muslime, für Einwanderer anderen Glaubens und anderer Herkunft? Habermas unterscheidet Staatsnation (alle die, die schon allein durch den entsprechenden Pass dazu gehören) und Volksnation. “Die Staatsnation findet ihre Identität nicht in ethnisch-kulturellen Gemeinsamkeiten, sondern in der Praxis von Bürgern, die ihre demokratischen Teilnahme- und Kommunikationsrechte ausüben.” Damit benennt er die Herausforderung für die Zukunft: alle, auch die Einwanderer, auch die Moscheevereine müssen sich nicht zuletzt zu kritischen Fragen öffentlich positionieren und am Diskurs beteiligen. Es geht um eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung, dass verschiedene Gruppen einander als Teil der Zivilgesellschaft wahr- und ernst nehmen. Nur so kann Europa Heimat werden für Menschen verschiedenen Glaubens und verschiedener Herkunft.

Text: Hans-Martin Gloël, Pfarrer, Leiter Brücke-Köprü

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Dialog der Religionen der Medienwerkstatt

Brücke-Köprü – Begegnung von Christen und Muslimen
www.bruecke-nuernberg.de/index.html – letzte Änderung: 11. Apr 15 – Impressum