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Juden und Muslime (eigentlich eher „Türken“) sind ein schwieriges Kapitel, was die Äußerungen des Reformators Martin Luther (1483-1546) betrifft. Immerhin hat er die Übersetzung des Korans veranlasst und seine Lektüre empfohlen. „Reformation und Toleranz“ – so heißt 2013 das Jahresthema der Lutherdekade. In ihrer Geschichte haben weder Christen noch Muslime Modelle hervorgebracht, die heute als Vorbilder für gleichberechtigtes Zusammenleben dienen könnten. Haben Muslime zwar die Juden und Christen als ahl al kitab (Leute des Buches) akzeptiert, so war dieses Verhältnis doch immer hierarchisch. Sie blieben Bürger 2. Klasse, gehörten aber zur Gesellschaft. In Deutschland galt seit dem Augsburger Religionsfrieden im Jahr 1555 für 250 Jahre lang, dass das Volk die Religion des Landesfürsten haben musste. Andernfalls musste man konvertieren oder auswandern. Diese Systeme haben unser Denken geprägt. Kann Religion aus eigenem Selbstverständnis heraus toleranter praktiziert werden als so, wie wir es aus der Geschichte kennen? Ein Blick in Bibel und Koran und eine theologisch fundierte Interpretation können uns helfen, Antworten zu finden. Diese dann umzusetzen ist nicht leicht in einer von der Reformation geprägten Gesellschaft, die sich auch mit der innerchristlichen Ökumene noch so schwer tut.
Das Brücke-Projekt Sterne–Yιldιzlar: deutsch-türkische Eltern-Kind-Gruppe wurde vom Beirat des Bündnis für Demokratie und Toleranz in Berlin in seiner Sitzung am 29.11.2010 als vorbildlich eingestuft und mit einem Preis von 3.000 € ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet im 1. Quartal 2011 statt. Weitere Informationen und interessante Projekte gibt es unter buendnis-toleranz.de
Über 180 Bewerbungen sind für den Integrationspreis 2010 bei der Geschäftsstelle der Deutschen Islam Konferenz eingegangen. Die Brücke war mit zwei Projekten vertreten: der Charta des Zusammenlebens und den bayernweiten Frauenvernetzungstreffen. Beide Projekte liefern einen wertvollen Beitrag zu einem besseren gesellschaftlichen Miteinander von Muslimen und Nicht-Muslimen, zu mehr gesellschaftlicher Partizipation und zum Abbau von Vorurteilen. Um diese innovativen und vorbildhaften Projekte öffentlich bekannter zu machen und Ihnen und uns die Möglichkeit zur Vernetzung zu geben, präsentieren wir Ihr Projekt ab sofort auf der DIK-Website deutsche-islam-konferenz.de (Projekte und Wettbewerb, Projekte, Kategorie A - Interreligiöser Dialog)
Brücke-Köprü wurde 2006 für ihr bürgerschaftliches Engagement für die Integration von Zuwanderern im Rahmen eines vom Bundesamt für Migration und den Nürnberger Nachrichten durchgeführten Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Jury würdigte die Arbeit der Brücke als 'vorbildlich und nachahmenswert'.
Brücke-Köprü erhielt 2005 den interkulturellen Preis der Stadt Nürnberg.
Speisereise auf dem Ökumenischen Kirchentag
12. Mai 2010, 23:55 Uhr
Begegnung auf Augenhöhe
Anlass: 50 Jahre Anwerbeabkommen
Quelle: „Guten Morgen Bayern“ am Sonntag (Nov 2011)
Dauer: 1:52 Min
Das Buch über die Menschen (in) der Brücke
30 Christen und Muslime erzählen über ihr Leben und beschreiben ihre Erfahrungen und Erlebnisse
im interkulturellen und -religiösen Dialog.
Das Buch über die Arbeit (in) der Brücke
In dem Buch „Brücken bauen“ erfahren Sie nicht nur Interessantes über die Geschichte der
Brücke-Köprü, auch unsere Kooperationspartner und unsere Angebote werden
vorgestellt. Der „Begegnungsknigge“
enthält einfache aber wichtige Tipps für eine unkomplizierte Begegnung von Christen und Muslimen.

occurso zeigt „übertreten geboten“
mit Fotografien von Heiko Grünwedel
Katalog
Das Projekt PRODIA des KCID, Koordinierungsrat des christlich-islamischen Dialogs, präsentiert die
Landkarte des christlich-islamischen Dialogs in Deutschland.